Aus unserem Gespräch habe ich fünf ziemlich verschiedene Projekte herausgezogen. Hier sind sie sortiert: was dahintersteckt, was du selbst dazu gesagt hast, was KI dabei übernimmt, was bei dir bleibt, und der erste kleine Schritt.
Mein Vorschlag: Projekt 2 sofort ausprobieren, weil es klein ist und direkt zeigt, was KI kann. Projekt 1 als eigentliches Ziel. Projekt 3 nebenbei. 4 und 5 parken wir.
Kommunen haben viele alte Fuß- und Radwegbrücken mit 7 bis 45 m Spannweite. Du prüfst sie nach DIN 1076, kennst damit Zustand und Geometrie, und bietest für marode Brücken einen Ersatz aus einem modularen Baukasten an: feuerverzinkter Stahl, Bauteile bis 15 m (Verzinkungsbad Neumünster) oder 12 m (Seecontainer), verschraubt, Varianten für Belag und Geländer. Die Kommune schreibt die Fundamente selbst aus, wir liefern und montieren den Oberbau.
Deine Zahlen: 30.000 bis 200.000 € pro Brücke, 50 Brücken im Jahr wären rund 10 Mio. € Umsatz. Das meiste Geld im Ingenieur-Know-how, nicht im Stahl.
Du gehst vor Ort, machst Fotos, fliegst eventuell mit der Drohne ab oder scannst mit LiDAR. Die KI sortiert die Fotos, ordnet die Schäden den Bauteilen zu, markiert sie in einer Skizze, schreibt den Bericht in deiner Vorlage und zitiert die passenden Normen. Du prüfst, korrigierst und unterschreibst. Das gilt für Brückenprüfungen genauso wie für Bauschadens- und Wertgutachten.
Mit dem iPhone (LiDAR) oder mit Fotos und Lasermaß durch das Haus gehen. Die KI baut daraus gleich den Grundriss mit Wandstärken und prüft noch vor Ort, ob die Maße zusammenpassen. Wenn nicht, sagt sie dir, wo du nachmessen musst. Raus kommt nur, was du für die Statik brauchst, als Plan zum Hinterlegen in Dlubal oder mb, so wie heute die Architektenpläne. Kein 3D-Modell mit zu viel Information.
Festpreis-Statik für Dachdecker und PV-Betriebe (PV auf Bestandsdach, Gründach, Anschlagpunkte) mit Statusseite und Prüf-Cockpit, dazu größere Firmenkunden wie PV-Projektierer mit vielen Hallen. Das habe ich vorab ausgearbeitet, inklusive klickbarem Prototyp. Nach unserem Gespräch parke ich es: Du rechnest einfache Fälle ohnehin schnell, und pro Auftrag bleibt wenig Geld. Interessant wird es erst, wenn ein Firmenkunde mit Volumen kommt. Die Bausteine bauen wir für Projekt 1 und 2 sowieso.
Einzelteile aus Metall (Laser, Blech, CNC) einfach online bestellen, auch für Privatleute und für KI, die fertige Pläne macht. Eventuell über die Übernahme eines Betriebs, der einen Nachfolger sucht. Das ist mein eigenes Thema. Für dich ist es nur interessant, falls daraus das Montagewerk für die Brücken wird: Geländer, Bleche und Gestaltungs-Extras wie Wappen im Belag kämen dann aus derselben Werkstatt.
| Thema | Was ich jetzt weiß |
|---|---|
| Deine Rolle | Prüfbefreiter Bauingenieur, Brückenbau studiert, Brückenprüfung darfst du machen. |
| Software | Dlubal und mb AEC. Dlubal lässt sich von KI-Agents über eine offizielle Schnittstelle steuern, du müsstest nichts Neues lernen. |
| KI in der Statik | Bei einfachen Häusern wenig Nutzen, Eingeben ist gleichzeitig Nachdenken. Sinnvoll höchstens als Plausibilitätsprüfung. |
| KI bei Gutachten | Großer Nutzen: Dokumentation, Skizze, Bericht, Normen. |
| Was dich nervt | Aufmaß im Bestand, lange Ausgaben kürzen. |
| Technik | Du willst nicht noch mehr Software beherrschen müssen. Deshalb: alles so bauen, dass du nur prüfst und freigibst. |
Frühere Unterlagen zum Dach-Paket: Projektseite und Prototyp.